Kugelkäfer bekämpfen – so werden Sie ihn los!

Der Kugelkäfer gehört zur Familie der Nagekäfer. Sein lateinischer Name ist Gibbium psylloides. Er kann in allen Erdteilen auftreten, aber der Kugelkäfer (auch Buckelkäfer genannt) kommt dennoch selten zum Vorschein. Falls man ihn trotzdem sieht, dann ist er oft in enormer Anzahl vertreten. Man bezeichnet den Kugelkäfer als Hygiene- und Materialschädling.

Er treibt besonders in Altbauten und Lagerhäusern sein Unwesen. Wenn zahlreiche Kugelkäfer in einer Wohnung vorhanden sind, verursachen sie meistens -durch viele Bisse- Fraßschäden in der Bausubtanz. Vor allem bei Fachwerkwänden, die mit Lehm und Stroh gefüllt sind, können die kleinen Tiere lästige Probleme bereiten.

Wie erkenne ich den Kugelkäfer?

Äußerlich erinnert der Kugelkäfer eher an Spinnen oder Milben.

Er besitzt lange, 11-gliedrige Antennen, die goldgelb behaart sind. Nur jeweils der Kopf sowie Halsschild und Flügeldecken sind nicht behaart. Zudem sind die Flügeldecken an der Naht miteinander verwachsen. Der Kugelkäfer besitzt eine glatte und glänzend braunrot gefärbte Oberfläche. Außerdem weisen sie keinerlei Punktreihen auf.

Diese Käfer können nicht fliegen, da die Hinterflügel fehlen. Sie sind recht klein und werden im Durchschnitt zwischen 2,1 und 3,4 Millimeter groß. Sein Körperbau ist tropfenförmig.

Lebensweise des Kugelkäfers

Die Käfer leben ziemlich versteckt. Das heißt, dass diese winzigen Tiere lange Zeit im Haus nicht auffallen. Weiterhin sind die Käfer nachtaktiv und lichtscheu. Tagsüber leben sie hingegen eng aneinander gedrängt in Ritzen und Spalten. Sie kommen besonders in Altbauten mit dunklen, feuchten und abgeschlossenen Bereichen vor.

Demnach sind Holzbalkendecken, Hohlräume oder Strohfüllungen in Wänden und Decken für sie optimale Lebensbedingungen. Sie haben eine durchschnittliche Lebenserwartung von bis zu eineinhalb Jahren.

Darüber hinaus können sie wochenlang ohne Nahrung auskommen und sie überleben auch bei sehr kalten Temperaturen. Kugelkäfer sind Allesfresser und die Larven ernähren sich in erster Linie von Getreide und Früchten.

Daneben fressen sie ebenfalls Textilien, Wolle und tote Insekten. Sie vermehren sich in rasanter Geschwindigkeit. Denn Kugelkäfer legen etwa 200 Eier, z.B. in morsche Dielen. Dort schlüpfen sehr schnell die Larven.

Welche Schäden verursacht der Kugelkäfer?

Diese Käferart sowie ihre Larven fressen sehr häufig Nahrungsmittel und gelagertes Getreide an. Diese werden damit durch Fraßmehl, Kot, Larvenhäute und Puppenhüllen so stark verschmutzt, dass sie für Menschen nicht mehr essbar sind.

Hinzu kommt, dass Kugelkäfer oftmals Verpackungsmaterialen zerstören. Dies geschieht, indem sich dort die Larven zur Verpuppung einbohren.

Zusätzlich können in Fachwerkhäusern bei einem Massenbefall etliche Käfer aus den strohgefüllten Gefachen in Wohnbereiche gelangen. In Wohnräume sorgen sie oft für Schäden an verschiedenen Textilien und teilweise sogar an Möbeln. In Bäckereien oder in Lagern mit pflanzlichen oder tierischen Lebensmitteln fressen sie mitunter Gewürze, Getreide, trockenes Tierfutter und Trockenfrüchte an. Daraus können hohe wirtschaftliche Schäden resultieren.

Selbst Kleidungsstücke (vor allem solche aus Wolle) können Kugelkäfer beschädigen. Davon abgesehen sind sie aber weder gefährlich noch gesundheitsschädlich für Menschen.

Der Kugelkäfer ist nicht zu verwechseln mit dem Brotkäfer, der sich oft an ganz ähnlichen Orten wie er aufhält, aber eben keine Kleidungsstücke zerstört. Wer in der Küche Geschirrtücher aus Baumwolle verwendet, wird schnell einen Unterschied feststellen.

Kugelkäfer bekämpfen – so geht’s!

Zunächst sollten sie nicht in Panik verfallen, wenn sie einen Kugelkäfer in ihrer Wohnung bemerken. Dann sollten sie einen Schädlingsbekämpfer informieren und mit ihm das weitere Vorgehen besprechen.

  • Auf jeden Fall sollten befallene Lebensmittel und Textilien rasch entsorgt werden.
  • Betroffene Hohlräume müssen gründlich gereinigt werden.
  • Dazu werden meistens staubförmige oder flüssige Kontaktinsektizide (Pyrethrum oder Pyrethroiden) eingesetzt. Es gibt mehrere Spezialprodukte, die mit besonderen Düsen auch in enge Hohlräume sprühen.
  • Bei einem leichten Befall kann man aber feuchtes Zeitungspapier auslegen und dieses mit Klebestreifen umgeben. Dabei muss die Klebefläche nach oben liegen, das Band flach aufliegen, damit die Käfer nicht darunter durchkriechen.

Wenn Kugelkäfer in Lagerhallen industrieller Betriebe entdeckt werden, ist eine Begasung ein sinnvoller Schritt. Dazu eignen sich gut Stickstoff oder Kohlendioxid, jedoch auch Phosphorwasserstoff oder Sulfuryldifluorid.

Die Bekämpfung dieser Käferart gestaltet sich als sehr kompliziert. Das Bauhandwerk schreibt daher zum Beispiel von Altbausanierungen, sobald es zu einem Befall kommt.

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Wie kann ich mich vor Kugelkäferbefall schützen?

Generell sollte man Produkte wie z.B. Getreide oder Mehl gründlich verschließen, um keine Angriffsfläche für diese Käfer darzustellen. Des Weiteren sind regelmäßig lüften und die Raumtemperatur niedrig zu halten sinnvolle Schutzmaßnahmen. Zudem sind Sauberkeit und Hygiene im Haushalt/Büro wichtig zur Vorbeugung.

Ebenso sollten Feuchtigkeitsquellen beseitigt werden und möglichst auf Trockenheit im Raum geachtet werden. Eine dauerhafte Umstellung auf ein kühles, trockenes Raumklima im gesamten Haus ist also dringend notwendig. Schließlich bringt es langfristig nichts, wenn lediglich der Käferbefall als Symptom behandelt wird. Vielmehr hilft es, die Ursachen des Befalls (mithilfe von Experten) auf Dauer auszuschalten.

Die Maßnahmen zur Vorbeugung braucht es aber übrigens auch gegen z.B. Lebensmittelmotten, daher sind sie ohnehin zu empfehlen.

Kugelkäfer Fazit

Ein Kugelkäferbefall ist lästig und unangenehm, aber nicht gefährlich für Menschen. Daher bleiben sie bei der Entdeckung von Kugelkäfern ruhig und informieren sie umgehend einen Schädlingsbekämpfer. Alternativ kann man bei einem kleinen Befall auch selbst Kontaktinsektizide kaufen und kleine Fallen bauen.

Entsorgen Sie auf jeden Fall zerstörte Materialen und angefressene Lebensmittel. Betroffene Stellen sollten professionell geputzt werden. Bestimmte Schutzmaßnahmen wie Sauberkeit oder eine kühle Raumtemperatur sind wichtig, um sich den Ärger mit den nervigen Krabbeltieren zu ersparen. Eine angemessene Vorbeugung ist besonders in Altbauten von großer Bedeutung.

Bild von Matthias Böckel auf Pixabay

Letzte Aktualisierung am 29.09.2022 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API Der Preis ist möglicherweise inzwischen geändert worden und auf dieser Seite nicht mehr aktuell

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