Milben beim Hund

Für Laien ist es auf den ersten Blick nicht leicht, einen Milbenbefall zu erkennen. Es gibt charakteristische Symptome, an denen sich einen Milbenbefall bemerkbar macht. Im Nachfolgenden sind die wichtigsten beschrieben. Außerdem wird auch darauf eingegangen, wie man sie leicht loswird und welche Vorkehrungsmaßnahmen zum Vorbeugen getroffen werden können.

Häufiges Kratzen beim Hund kann ein Anzeichen für Flöhe oder Milben sein. © envato elements

Wie erkenne ich Milben beim Hund?

Einen Milbenbefall beim Hund erkennt man vor allem durch:

  • borkige Hautbeläge
  • Faltenbildung
  • Haarausfall
  • Hautschäden durch häufiges Kratzen
  • (heftiger) Juckreiz
  • Papeln
  • Schuppen
  • verkrustete Haut

Häufig betroffene Stellen sind der Bauch, die Schnauze oder die Ohren. Aber auch die Ellenbogen und Sprunggelenke können von Milben beim Hund in Mitleidenschaft gezogen sein.

Bei einem schweren Verlauf kommt es sogar zu Problemen bei der Futteraufnahme. Juckreiz und Appetitverlust führen zu starken Leistungs- und Energieeinbußen, das Gewicht wird weniger und auch das Verhalten der Tiere ändert sich deutlich.

Diese Milben befallen Hunde

Bestimmte Milben kommen insbesondere beim Hund häufig vor.

Grabmilben

Sarcoptes-Räude und Grabmilben haben eine schildkrötenartige Form und graben sich etwa 1 cm tief in die Haut des Hundes, um dort ihre Eier abzulegen. Dort verursache sie Juckreiz und mittlerweile werden diese Art von Milben immer häufiger in Tierarztpraxen beobachtet.

Besonders gefährdet sind Hunde mit häufigerem Kontakt zu anderen Hunden, aber auch Hunde, die in Berührung mit Füchsen oder deren Bauten kommen. Auch Kot gilt als Übertragungsweg und trotz der unterschiedlichsten Ansteckungswege sind Füchse immer besonders betroffen.

Nur wenige Milben dieser Art reichen bereits aus, um massive Symptome zu verursachen! Diese Art von Milben ist außerdem hochansteckend und ebenso auf den Menschen übertragbar!

Haarbalgmilben

Diese Art von Milben haben eine zigarrenförmige Gestalt und sind häufig in kleinen Mengen vorhanden. Dort richten sie zunächst keine gesundheitlichen Probleme an. Wenn sich diese übermäßig ausbreiten, kommt es zu der entsprechenden Hauterkrankung und den dazugehörigen Symptomen.

Man unterscheidet zwischen zwei Untergruppen der Demodikose, welche in unterschiedlicher Ausprägung auftreten.

Die leichtere Form betrifft nur wenige Hautstellen und ist weniger stark ausgeprägt. Es gibt allerdings auch eine schwerere Form, bei der sich die Symptome über den kompletten Körper ausbreiten können. Bei schweren Verläufen treten auch Fieber und geschwollene Lymphknoten auf.

Sowohl junge als auch ältere Hunde sind betroffen und bei Junghunden wird ein genetischer Defekt als Ursache in Betracht gezogen. Hunde mit geschwächtem Immunsystem sind auch anfällig für diese Art von Milbenbefall.

Bestimmte Rassen sind besonders betroffen. Dazu zählen American Staffordshire Terrier, Shar Pei und West Highland White Terrier.

Herbstgrasmilbe

Herbstgrasmilben lassen sich häufig mit den bloßen Augen erkennen und machen sich durch ihre roten Punkte bemerkbar. Bei dieser Milbenart ist das Larvenstadium parasitär auf Hunden vorhanden und lebt dort in dieser Zeit. Die Larven sind nachmittags bei einer Temperatur von mindestens 16 °C aktiv.

Die erwachsenen Weibchen legen ihre Eier in feuchten Böden von Gärten, Parks und Wiesen ab. Schlüpfen werden die Eier daraufhin im Sommer und Herbst, woraufhin diese wiederum den Menschen und das Tier befallen.

Aktive und vitale Hunde, die viel Auslauf im Grünen haben, sind hiervon besonders gefährdet. Auch Welpen sind stark gefährdet. Bei ihnen macht sich diese Milbenart in der Regel durch eine rot-braune Absonderung bemerkbar.

Ohrmilben

Können Krankheiten wie Ohrräude verursachen. Sie führen außerdem möglicherweise zu allergischen Reaktionen, unterliegen der Zoonose und können bei hoher Luftfeuchte und entsprechenden Temperaturen monatelang auch ohne Wirt überleben. Weitere Informationen zu: Ohrmilben beim Hund

Hundemilben behandeln

Bei einigen Milbenarten ist es ratsam, nicht nur die betroffenen Tiere zu behandeln, sondern auch die anderen im Haushalt lebenden Tiere miteinbeziehen. So kann man die Gefahr eine Wiederansteckung ausschließen, da auch bereits die anderen Fellknäuel unbemerkt infiziert sein könnten.

Eine Therapie sollte mehrfach wiederholt werden, um alle Stadien der Milben auszurotten und so eine wiederholte Ansteckung zu verhindern. Bei Hunden mit langem und dichten Fell empfiehlt sich häufig eine Fellschur, um eine gezielte Behandlung zu vereinfachen. Außerdem können so die Milben bei Widerauftreten leichter erkannt werden.

Grundsätzlich gibt es verschiedene Arten der Behandlung.

  • Mit einem Shampoo können die Milben aus dem Fell gewaschen werden.
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  • Andere medikamentöse Behandlungsmethoden, etwa durch Tabletten, sollten ausschließlich durch den Tierarzt verordnet und begleitet werden!
  • Es braucht außerdem eine sorgfältige Reinigung der Wohnung. Neben den üblichen Reinigungsmethoden wie saugen oder wischen empfiehlt sich ein sogenanntes Kontaktinsektizid zu benutzen. Letzteres tötet in Kontakt mit den Milben diese sorgfältig ab.
  • Auch Pflegeutensilien wie Kamm oder Bürste dürfen bei der Reinigung nicht vergessen werden.

Wichtig: Alle potenziell kontaminierten Räume wie z. B. Auto, Schlafplatz des Hundes, andere Räume, Schlafzimmer sollten bei der ausgiebigen Reinigung in Betracht gezogen werden. Diese müssen für die gesamte Dauer der Therapie mit gesäubert und behandelt werden.

Was muss man bei Spot-on-Präparaten unbedingt bedenken?

Das Gewicht des Hundes ist entscheidend und es sollten grundsätzlich stellen behandelt werden, welche vom Hund nicht durch ablecken erreicht werden können.

Meistens werden diese Mittel im Nacken eingesetzt.

Hundemilben vorbeugen

  • Unterschiedliche Methoden können zur Vorbeugung von Milben eingesetzt werden.
  • Ein starkes Immunsystem kann durchaus helfen, einen schwereren Verlauf zu verhindern. Das wird insbesondere durch eine abwechslungsreiche und artgerechte Ernährung ermöglicht.
  • Bei kranken und altersschwachen Hunden können Nahrungsergänzungsmittel eingesetzt werden, um das Immunsystem zusätzlich zu stärken.
  • Die Vermeidung von z. B. hohem Gras kann dabei helfen, den Hund vor den Grasmilben zu schützen.
  • Spot-on-Präparate helfen auch beim Vorbeugen sehr gut.
  • Halsbänder funktionieren praktisch genauso wie Spot-on-Präparate, denn auch hier wird der Wirkstoff über die Haut im Körper verteilt. Allerdings mit dem Vorteil einer langanhaltenden Wirksamkeit. Sie eignen sich aber besser zum Vorbeugen als zum Bekämpfen der Milben.
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Fazit

Mit den entsprechenden Schutzmaßnahmen lässt sich Milben gut vorbeugen. Kommt es doch zu einem Befall von Milben, sollte je nach Schwere der Symptome ein Tierarzt aufgesucht werden. Immerhin kann auch ein schwaches Immunsystem dafür verantwortlich sein, dass die Milben so schlecht abgewehrt werden können.

Gerade das macht das richtige Erkennen der Symptome bereits am Anfang durch den Halter so wichtig.

Eine eigenmächtige Tablettengabe sollte wirklich keinesfalls gestartet werden, ganz gleich wie viel Positives man in Kreisen von Hundeliebhabern darüber hört. Die Tiere sind alle individuell und so muss auch jeder Körper auf eine individuelle Behandlung eingestellt werden!

Letzte Aktualisierung am 21.06.2021 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API Der Preis ist möglicherweise inzwischen geändert worden und auf dieser Seite nicht mehr aktuell

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