Speckkäfer bekämpfen

Die Speckkäfer sind eine relativ große Familie. Zu ihr gehören die eigentlichen Speckkäfer der Gattung Dermestes, als auch Pelzkäfer und Teppichkäfer. Alle drei Gattungen kommen in jeder Klimazone vor und damit auch auf jedem Kontinent. In der freien Natur ziehen sie sich auf Laubbäume und vorzugsweise in Vogelnester zurück.

Da sie sich im Wald von Aas ernähren, erfüllen sie eine wichtige Funktion in unserem Ökosystem. Sie abzusammeln ist allerdings recht schwierig, daher gibt es einige andere Schritte, die eingeleitet werden müssen, um die Käfer zu bekämpfen.

Speckkäfer & Speckkäferlarven erkennen

Alle Speckkäfer sind rund 1 cm lang und besitzen einen ovalen, länglichen Körper. An ihrem Kopf sitzen Fühler, die sich zu einer ausgeprägten Keule verdicken, unabhängig vom Geschlecht.

Dennoch sehen die einzelnen Arten aber etwas unterschiedlich aus. Die wichtigsten Merkmale sind die folgenden:

  • Der Speckkäfer besitzt Flügel, die an der vorderen Hälfte beige gefärbt sind und drei rötliche Punkte besitzen. Seine Laven besitzen einen braunen und geborstenen Körper. Außerdem haben die Larven zwei Dornen an ihrem Hinterteil.
  • Der Pelzkäfer besitzt einen dunklen, schwarzen Rumpf mit vielen Haaren. Seine Larven sind goldgelb gefärbt.
  • Der Teppichkäfer besitzt einen schwarzen Körper, der mit roten und grauen Flecken übersät ist, hin und wieder auch braunen. Seine Larven sind mit abwechselnd hellen und braunen Ringen übersät. Außerdem verfügen sie über helle Haare und dichte Borsten.

Insgesamt gibt es in unseren Breitengraden fast 70 verschiedene Arten dieser Käfer.

Wie erkenne ich einen Befall von Speckkäfern?

Die Larven richten größere Schäden an Textilien tierischen Ursprungs an. Löcher in Teppichen, Fellen und Leder sind daher erste wichtige Anzeichen für die Insekten. Aber auch Löcher in Büchern, Häuten, Kartons und Holzbrettern sind ein guter Hinweis darauf. Diese Materialien werden von ihnen zwar nicht gefressen, dort nisten sie aber ganz gerne. Die Löcher werden zur Eiablage ins Material gemacht.

Der Kot der Insekten ist fadenförmig und gut mit dem freien Auge zu erkennen. Außerdem sind auch ihre Puppenhüllen ein starker Hinweis auf ihre Anwesenheit.

Ist der Speckkäfer gefährlich für den Menschen?

Grundsätzlich überträgt der Speckkäfer keine Krankheiten, aber für Allergiker sind die Käfer dennoch problematisch. Die Exkremente und ihre Pfeilhaare können nämlich zusätzliche Allergien auslösen. Befallene Lebensmittel sollten außerdem keinesfalls mehr verzehrt werden, das stellt ein großes Hygieneproblem dar.

Wie kommen Speckkäfer in die Wohnung?

Bieten Wohnungen genug Nahrung, so fühlen sich die hartnäckigen Käfer dort sehr wohl. Obwohl sie wie bereits erwähnt so wichtig für unser Ökosystem sind, verstecken sich sowohl Larven als auch Puppen meist in Ritzen und Ecken von Vorratsschränken und können so meist nicht vollständig entfernt werden. Es kann also nach einem großen Befall immer wieder zu einzelnen adulten Käfern kommen, die plötzlich in der Küche oder der Vorratskammer umherkrabbeln. Es dauert einige Zeit, bis der Reproduktionszyklus der Tiere vollständig unterbrochen ist.

In die Wohnung gelangen die flugfähigen Käfer in der Regel durch Lichtquellen, von denen sie angelockt werden. Allerdings können die Larven auch durch befallene Textilien (gebraucht gekaufte Teppiche z.B.) oder durch von ihnen besetzte Lebensmittel in den Haushalt gelangen.

Die Käfer ernähren sich von Aas, Haaren, Federn und anderen trockenen, tierischen Substanzen.

Speckkäfer bekämpfen – so muss man dabei vorgehen

  • Zunächst sollten alle betroffenen Lebensmittel entsorgt
  • In der Nähe der befallenen Lebensmittel müssen potenzielle Verstecke ausgemerzt Ritzen und Fugen müssen verschlossen werden, am besten mit Silikon. Larven, die sich dort befinden würden, gelangen so nicht mehr an Nahrung und sterben in der Regel ab. Da es jedoch sehr viele sein könnten, die sich durch das Holz arbeiten, ist der nächste Schritt genauso wichtig.
  • Neben Kälte ist auch Hitze ein sehr gutes Mittel gegen den Speckkäfer. Daher sollten Ritzen und fugen mit einem Föhn erhitzt werden. Betroffene Textilien sollten bei 60 °C gewaschen oder eine Woche lang bei mindestens -18 °C eingefroren werden.
  • Es ist auch möglich, das Versteck, sobald es entdeckt worden ist, einfach auszusaugen. Der Beutel muss aber im Anschluss sofort in der Mülltonne entsorgt werden.
  • Als natürlicher Fressfeind ist die Schlupfwespe ein sehr gutes biologisches Mittel, um gegen Speckkäfer vorzugehen. Gegen den Speckkäfer wird die Lagererzwespe eingesetzt.
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Ganz wichtig: Damit wirklich alle Generationen dieses Käfers erwischt und beseitigt werden, sollten die einzelnen Schritte bis zu drei Monate lang regelmäßig wiederholt werden!

Was ist mit Insektenschutzmittel?

Ist der Befall zu groß, können auch Insektizide (also Insektenschutzmittel) eingesetzt werden. Diese sollten auf Pyrethrum-Basis bestehen, das ist der Giftstoff der Chrysantheme. Dieser tötet die Insekten rasch und effizient ab.

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Doch die Sache hat einen großen Haken: Der Giftstoff muss häufig ausgesprüht werden, da der ausgewachsene Speckkäfer so zurückgezogen lebt, dass er den behandelten Bereich kaum betritt. Dieser Zeitraum gefährdet dann sowohl den Menschen als auch seine Haustiere, daher sollten andere der genannten Schritte eingesetzt und am besten miteinander kombiniert werden. Etwa die Grundreinigung, die Schlupfwespe und ein anschließendes Ausstreuen von Kieselgut.

Als Alternative bei einem besonders hartnäckigen Fall gilt der Kammerjäger, der mit Stickstoff oder Kohlendioxid gegen die Käfer vorgeht.

Speckkäferbefall vorbeugen – das hilft wirklich

  • Pheromonfallen können zumindest zum Teil zur Bestandskontrolle dieser Käfer dienen.
  • Wie bei so vielen Insekten gilt auch beim Speckkäfer, dass Fliegengitter sehr gut dabei helfen, sie aus der Wohnung fernzuhalten.
  • Tote Vögel und andere Beutetiere von Katzen und Mardern locken die Käfer an. Es ist daher unbedingt Ausschau nach ihnen zu halten, um den Insekten kein Futter anzubieten. Wer gegen Ratten vorgeht, sollte Fallen auf dem Dachboden vermeiden, denn auch ihre toten Körper locken die Insekten an.
  • Wer Haustiere besitzt, sollte häufig staubsaugen, um keinen Federnstaub oder Tierhaare in der ganzen Wohnung herumliegen zu lassen.
  • Second-Hand-Textilien sollten gut auf Löcher und andere Materialschäden überprüft Zumindest dann, wenn die Textilien tierischen Ursprungs sind.
  • Dielenritzen, Parkettfugen und Sockelleisten versiegeln, um dem Käfer keine Verstecke zu bieten.
  • Teppiche mindestens einmal im Monat abklopfen.

 

Fazit

Der Speckkäfer ist zwar in den meisten Fällen ungefährlich, aber dennoch eine besonders hartnäckige Plage. Es ist daher wichtig, effizient gegen ihn vorzugehen. Von Insektiziden ist aber trotz allem aufgrund ihrer Auswirkung auf den menschlichen Organismus (und den des Haustiers) abzuraten. Es gibt viele andere effektive Hilfsmittel, um die Plagen loszuwerden. Konsequenz ist hierbei das Zauberwort, denn es dauert wirklich mehrere Wochen, bis alle Generationen erwischt worden sind und es so zu keinen neuen Eiablagen mehr kommen kann.

Letzte Aktualisierung am 21.06.2021 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API Der Preis ist möglicherweise inzwischen geändert worden und auf dieser Seite nicht mehr aktuell

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