Blattläuse bekämpfen – die besten Hausmittel

Ungeziefer im Garten zu haben ist nichts Angenehmes und ärgert so manchen Gärtner. Man kann zwar vorbeugen, doch wenn es dann doch so weit ist, gibt es keinen Grund, das Tuch zu werfen.

Zur Vorbeugung eine Mischkultur im eigenen Garten anlegen und vor allem viele Kräuter, wie z. B. Bohnenkraut, Thymian, Oregano und Lavendel.

Die am meisten vorkommenden Ungeziefer sind wohl die Blattläuse (lateinischer Name Aphidoidea). Sie haben eine lange Evolution hinter sich, um genau zu sein, mehr als 200 Millionen Jahre. Weltweit gibt es Tausende verschiedene Arten, die zur Familie der Insekten gehören. Sie werden nur etwa drei bis sieben Millimeter groß und leben lediglich einige Wochen. Blattläuse ernähren sich von Pflanzensaft, den sie mithilfe ihres Stechrüssels saugen.

Wie sehen Blattläuse überhaupt aus?

Zu unterscheiden wären Blattläuse mit Flügeln und ohne. Die Weiterentwicklung hängt stark vom Nahrungsangebot ab. Oft werden diese kleinen Viecher auch von Ameisen gehalten, man könnte sogar sagen, die Ameisen nutzen diese aus, als eine Art Sklavenhaltung. Teilweise beißen die Ameisen den Blattläusen die Flügel ab, damit sie nicht wegfliegen können und vernichten zudem die Fressfeinde der Blattlaus. Aber auch andere Insekten fühlen sich vom produzierten Honigtau angezogen. Dazu gehören: Wespen und Hornissen.

Blattläuse werden im Allgemeinen als Schädlinge angesehen, besonders im Gemüseanbau. Die befallenen Pflanzen werden stark beschädigt, wobei Jungpflanzen absterben können. Auch Pilzbefall kann ein weiterer Grund für den Verlust einer Ernte sein, die durch den produzierten Honigtau der Blattläuse vergünstigt wird.

Wie erkenne ich Blattläuse?

Am besten erkennt man Blattläuse, indem man sich die Blätter genauer anschaut. Überwiegend haften sich diese kleinen Tiere auf der Blattunterseite an und saugen somit die Nährstoffe aus der Pflanze. Je nach Stadium kommen diese in Gruppen vor.

Sie machen jedoch selbst vor dem Pflanzenstiel nicht halt. Eine regelmäßige Überprüfung der Pflanzen hilft die Bekämpfung zu stoppen, denn es ist mit weniger Arbeit verbunden. Diese Tiere sind zwar nicht die größten, sind jedoch mit dem bloßen Auge sichtbar. Farblich variieren sie von gelb oder rötlich, über grün bis hin zu schwarz.

Die Lebensweise von Blattläusen

Wie bereits erwähnt ernähren sich Blattläuse von den Säften der Pflanzen. Dabei scheiden sie einen sogenannten Honigtau aus, welches wiederum auf der Speisekarte von Ameisen steht. Bei kühleren Temperaturen überleben lediglich die Eier. Ihre Lieblingsspeisen sind Obstbäume, Rosen und Gemüse. Kommt es zum Befall, können diese Schädlinge ganze Ernten vernichten und sogar Viren übertragen.

Blattläuse vermehren sich auf eine ziemlich komplexe Art, man nennt dies auch Jungfernzeugung bzw. ungeschlechtliche Vermehrung. Je nach Situation passen sich Blattläuse der nächsten Generation an. Sie können Flügeln bekommen und im nächsten Jahr, andere Pflanzen befallen. Diese Insekten kommen weltweit vor, was sie zu einer echten Bedrohung machen. Ähnliche verwandte Schädlingsarten sind: Filzläuse, Kleiderläuse und Staubläuse.

Ganz ähnlich funktioniert das übrigens beim Rüsselkäfer. Bei dem Schädling braucht es zum Beispiel bei einigen Arten auch nur Weibchen, damit der Fortbestand gesichert ist.

Blattläuse bekämpfen – die besten Hausmittel

Vor allem Öko- und Bio-Bauern sind chemische Mittel nicht recht. Hält sich der Befall durch Blattläuse in Grenzen, gibt es eine Reihe von Hausmitteln, die helfen können, damit die Ernte nicht komplett verloren ist. Die besten Hausmittel wären:

  • Brennsesseljauche
  • Kernseife
  • Rainfarn Brühe
  • Ackerschachtelhalm-Jauche
  • schwarzer Tee

Ein weiteres Hausmittel ist eine Wasser-Milch-Speiseöl-Brühe. Das Gemisch gibt man in eine Sprühflasche. Mit einer Bürste die grobe Arbeit übernehmen, falls möglich, natürlich ohne dabei die Blätter zu beschädigen. Blattläuse setzen sich meist unter den Blättern an.

Die Anwendung alle paar Tage wiederholen, bis man alle Biester losgeworden ist. Am besten morgens, damit die Pflanzen über den Tag trocknen können. Natürlich während der Behandlung nicht in der Sonne stehen lassen, wegen Brandgefahr.

Weitere Hausmittel sind bei Native Plants zu finden.

Blattläuse bekämpfen – die chemischen Mittel helfen

Helfen die oben genannten ökologischen und natürlichen Mittel nicht weiter, bleibt nur noch die chemische Bekämpfung, wenn man seine Ernte retten möchte. Dazu gibt es diese vier Produkte zur Auswahl.

Blattlaus Konzentrat

Konzentrat mit Wirkstoff natürlichen Ursprungs zur gezielten Bekämpfung von saugenden Insekten und Spinnmilben an Obst, Gemüse und Zierpflanzen. Wirkt unter anderem gegen Blattläuse, Blattsauger, Weiße Fliege, Rote Spinne und Fichtenlaus. Nützlings schonend und nicht Bienen-gefährlich. Zugelassen für den ökologischen Landbau, laut EG-Verordnung.

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3 x 500 ml Neudorff Neudosan Neu Blattlausfrei Konzentrat
  • zur gezielten Bekämpfung von saugenden Insekten an Kern-, Stein- und Beerenobst und Spinnmilben an Kernobst, Gemüse und Zierpflanzen im Freiland und in Zimmern, Büroräumen und Balkonen sowie im Gewächshaus
  • sicher bekämpft werden Blattläuse, Sitkafichtenläuse, Weiße Fliegen, Spinnmilben und Blattsauger
  • nicht bienengefährlich (B4) - nützlingsschonend
  • Wirkstoff: 515 g/l Kaliseife. Zul.Nr.: 024207-00 - Wartezeit: keine

Neudorff Blattlausfrei

Anwendungsfertiges Sprühmittel natürlichen Ursprungs für drinnen und draußen zur gezielten Bekämpfung von saugenden Insekten und Spinnmilben an Obst, Gemüse und Zierpflanzen. Wirkt unter anderem gegen Blattläuse, Blattsauger, Weiße Fliege, Rote Spinne und Fichtenlaus.

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Neudorff Neudosan AF Neu Blattlausfrei - 500 ml
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  • keine Wirkstoffabgabe in die Raumluft
  • schont Marienkäfer, Florfliegen, Schlupfwespen und Raubmilben
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Die Torfliegenlarve (Chrysoperla carnea) ist der natürliche Feind von Blattläusen, Spinnmilben, Thrips, Woll- und Schmierläusen und kleine Raupen. Die Larven (150 Individuen) werden in einer Pappwabe geliefert, deren Zellen mit je einer Torfliegenlarve und einem Futtervorrat bestückt sind. Dies ist notwendig, damit sich die räuberischen Larven nicht während des Transportes gegenseitig auffressen.

Die richtige Anwendung finden Sie jeweils auf der Rückseite beziehungsweise dem beigefügten Hinweiszettel. Bitte nicht mit der Menge übertreiben, denn viel heißt nicht gleich bessere Leistung. Gerade bei Gemüse sollte man damit sehr vorsichtig sein.

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  • Lieferung in Pappwabe: Die Larven (150 St.) werden in einer Pappwabe geliefert, deren Zellen mit je einer Florfliegenlarve und einem Futtervorrat bestückt sind. Dies ist notwendig, damit sich die räuberischen Larven nicht während des Transportes gegenseitig auffressen.
  • Einfache Ausbringung: Die Ausbringung erfolgt durch das ausklopfen der Waben über den Pflanzenbestand.
  • Innen und außen einsetzbar: Die Larven werden bereits ab 12°C aktiv. Die Einsatztemperatur sollte zwischen 12 – 30°C liegen.
  • Sehr effizient: Eine einzelne Larve kann bis zur Verpuppung bis zu 500 Blattläuse vertilgen.

Blattläuse Fazit

Ganz egal, ob man sich für die biologische oder die chemische Bekämpfung von Blattläusen entscheidet, ist es wichtig frühzeitig zu handeln. Das spart nicht nur Zeit und Nerven, sondern kann unter Umständen, die Ernte vor Verlust schützen.

Blattläuse lieben nicht nur Gemüse, sondern auch Rosen. Dort dringen sie meistens in die Blütenknospen ein und schädigen diese stark. Auch hier empfiehlt es sich, hin und wieder nach Schädlingen zu suchen.

Lesetipp: Lesen Sie jetzt noch, was Sie gegen Zecken im Garten tun können.

Bild von Ich wünsche allen eine besinnliche Advents- und auf Pixabay

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