Ohrmilben bei Katzen

Die Katze kratzt sich ständig am Ohr, schüttelt den Kopf oder hält ihn meist geneigt? Dann das arme Tier mit hoher Wahrscheinlichkeit mit Ohrenmilben zu kämpfen.

Jene Parasiten befallen Ohren von sowohl Freigängern als auch Stubentigern. Infizieren können sich die Tiere über andere befallene Tiere, Übertragungen durch den Menschen sind hingegen eher selten. Zwar sind die Tiere nicht wirtsgebunden, aber sie bevorzugen in erster Linie Katzen, Hunde und Kleintiere.

Kratzt sich ihr Katze häufig am Ohr? Das könnte auf Ohrmilben zurückzuführen sein. © envato elements

Dadurch, dass die Milben über mehrere Wochen überleben und den Wirt wechseln können, sind alle Katzen in der näheren Umgebung gefährdet. Sie nisten sich im Ohr ein, da dort das ideale Brutklima für sie herrscht. Im Ohr ist es warm und sie sind nur schwer mit freiem Auge erkennbar. Es sind kleine weiße bewegliche Punkte mit einem Durchmesser von nur etwa 0,4 mm, die den Gehörgang und die Ohrmuschel befallen.

Für die Katze ist das äußerst unangenehm und so versucht sie eben, die Milben mithilfe von Kratzen und Kopfschütteln loszuwerden. Ohrmilben können zu Infektionen führen, wenn sie nicht behandelt werden. Das stetige Kratzen kann außerdem unabhängig davon ebenfalls zu Hautinfektionen führen. Aber auch geschwollenen Ohren oder gar Verhaltensänderungen sind Warnzeichen. Tritt eines davon ein, sollte umgehend der Tierarzt aufgesucht werden.

Wie erkenne ich Ohrmilben bei Katzen?

  • Ohrenmilben bei Katzen lassen sich an vermehrtem Ohrenschmalz im Gehörgang der Katze erkennen. Dabei ist dieser meistens bräunlich, gelblich oder schwarz und bildet Krusten.
  • Zusätzlich zu dem Ohrenschmalz tritt wie beschrieben ein verstärkter Juckreiz
  • Außerdem können aus dem Ohr strenge oder ungewöhnliche Gerüche treten, die Katze kann an Abgeschlagenheit leiden, der Gehörgang ist gerötet oder die Katze hat Fieber.

Normalerweise haben Katzen kaum bis gar keinen Ohrenschmalz, weshalb das immer ein Warnsignal für eine Unstimmigkeit ist. Dieser wird deswegen vermehrt produziert, da sich das Immunsystem der Tiere gegen die Milbenbisse wehrt. Sie durchstechen nämlich die Haut und saugen das Sekret aus.

Bei nicht rechtzeitiger Erkennung und Behandlung kann es bei den Tieren zu einer Hirnhautentzündung oder einem Krampfanfall kommen.

Zu beachten ist jedoch, dass jede Katze unterschiedlich reagiert, ein geröteter Gehörgang und vermehrter Ohrenschmalz, aber bei jeder Katze mit Ohrenmilben auftreten.

Zu den Hauptsymptomen gehören:

  • geröteter Gehörgang
  • Juckreiz (ständiges Kratzen und Kopfschütteln)
  • vermehrter bräunlich krustenartiger Ohrenschmalz

Und dann gibt es noch mögliche Begleitsymptome. Das könnten sein:

  • abgeknickte Ohren
  • Abgeschlagenheit
  • Fieber
  • geneigter Kopf
  • Gleichgewichtsverlust
  • Trauer
  • unangenehmer Geruch aus dem Ohr

Diese Gefahr geht von Ohrenmilben aus

Werden die Ohrenmilben nicht behandelt, kann sich die Katze durch den enormen Juckreiz selbst verstümmeln oder die Parasiten können durch das Trommelfell dringen.

Das Durchdringen der Schutzwand des Trommelfells kann zu einer Hirnhautentzündung führen, welche meiste nicht mehr behandelbar ist. Somit ist es wirklich wichtig, bereits beim ersten Verdacht auf Ohrenmilben den Tierarzt eine Diagnose stellen zu lassen.

Ohrmilben beim Stubentiger nachweisen

Nachweisbar sind Ohrenmilben kaum mit dem bloßen Auge, es erfolgt eine Untersuchung durch einen Tierarzt. Zuerst bespricht der Arzt mit dem Besitzer alle Details, um eine Prognose aufzustellen. Nach der Anamnese folgt dann die spezielle Untersuchung.

Die Milben sind kleine bewegliche Punkte, die in der Regel direkt im Ohr sitzen. Um den Befall zu bestätigen, untersucht der Tierarzt das Ohr der Katze mit einem Otoskop. Falls dieses durch den Ohrenschmalz zu stark verstopft ist oder der Arzt keine eindeutige Diagnose stellen kann, entnimmt er einen Abstrich der braunen Ohrenschmalzmasse und betrachtet diese unter dem Mikroskop. So können die Milben eindeutig erkannt und diagnostiziert werden.

Ohrmilben bei Katzen behandeln

Der Befall wird medikamentös behandelt, dabei kann der Arzt verschiedene Medikamente verschreiben, je nach Ausprägung des Befalls.

  • Antibiotika kommen eigentlich nur im Extremfall zum Einsatz.
  • Meist werden die Ohrenmilben mit Salben oder Ohrentropfen

Vor dem Verabreichen der Medikamente mit einem feuchten Tuch gereinigt werden.

Von einem Wattestäbchen ist dringend abzuraten, da Katzen ruckartige Bewegungen machen können, vor allem wenn es um ihr Ohr geht. Das könnte das Trommelfell verletzen!

Durch das Reinigen des Ohres wird die Kruste abgelöst, damit die Salbe oder die Tropfen effektiver wirken können. Das trägt zu einer schnelleren Genesung bei.

Die Behandlungsdauer mit Medikamenten kann zwischen 5 und 21 Tagen liegen und sollte nach Plan eingehalten werden, damit die Katze möglichst schnell wieder gesund wird. Empfohlen wird, die verschriebenen Medikamente zu nutzen und keine frei erwerblichen aus dem Tier- oder Zoogeschäft, da der Tierarzt ein ideal auf das Tier abgestimmtes Medikament verschreibt.

Zur Überbrückung, z.B. falls der Befall am Wochenende bemerkt wird, können Hausmittel verwendet werden. So kann zumindest eine starke Verschlimmerung verhindert werden.

Apfelessig zu gleichen Mengen verdünnt mit Wasser oder Kokos- und Rizinusöl eignen sich als kurzfristiges Reinigungsmittel, welches auf die Ohrinnenseite mit einem Tuch aufgetragen wird.

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Außerdem müssen alle Tierspielzeuge, Schlafplätze und sonstige Orte oder Gegenstände, die von der Katze regelmäßig genutzt werden, gereinigt werden, da Milben auch ohne Wirt einige Tage überleben können.

Tiere, die mit der befallenen Katze in Kontakt waren, sollten ebenfalls untersucht werden. Selbstredend auch die unmittelbaren tierischen Mitbewohner.

Ohrmilben bei Katzen vorbeugen

Damit die Katze erst gar nicht befallen wird oder auch ein erneuter Befall verhindert wird, sollten vorbeugende Mittel genutzt werden.

  • Das regelmäßige Reinigen der Ohren sowie warmer Schlafplätze ist beim Vorbeugen am wichtigsten.
  • Abwehrmittel in Form von Spot-ons, Halsbändern oder Bodysprays können die Tiere unmittelbar schützen. Wichtig ist vor allem bei Freigängern die Regelmäßigkeit der Abwehrmittel, um den groß möglichsten Schutz zu garantieren.
  • Ein gesundes Immunsystem und damit eine artgerechte Ernährung ist ebenfalls ein wichtiger Teil in der Vorbeugung gegen Milben.
  • Die meisten Floh- und Zeckenmittel helfen auch gegen Milben.
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Vor allem eignet sich das Besprühen der Pfoten mit Fipronil als Vorbeugungsmaßnahme. Durch das Besprühen der Pfoten wird nämlich verhindert, dass die Katze die Milben über das Kratzen mit den Hinterpfoten die Parasiten ins Ohr überträgt. Fipronil tötet außerdem auch Zecken, Flöhe, Läuse und weitere Parasiten erfolgreich ab.

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Fazit

Ohrenmilben sind so lästig wie sie klein und unauffällig sind. Sie können jede Katze befallen und vor allem junge Katzen mit einem schwachen Immunsystem können von den Parasiten leicht befallen werden. Sobald der Verdacht auf Ohrenmilben besteht, sollte ein Tierarzt aufgesucht werden, da die Nichtbehandlung bei Katzen zu einer Hirnhautentzündung oder einem Krampfanfall führen können. Gerade das macht sie auch überhaupt erst so gefährlich für unsere geliebten Stubentiger.

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