Ohrmilben beim Hund

Milben sind ausgesprochen lästige Parasiten, das gilt für Mensch wie auch Tier.

Nicht nur Hunde mit Hängeohren, Junghunde oder Tiere mit einem schwachen Immunsystem können sie bekommen. Diese Plagegeister sorgen für quälenden Juckreiz und können, je nachdem um welche Art es sich handelt, auch Krankheiten übertragen.

Im Normalfall wird ein gesunder Hund mit diesen Parasiten problemlos fertig. Allerdings sind im Laufe der Jahre viele der Schädlinge widerstandsfähiger geworden und lassen sich nicht mehr so leicht entfernen. Wir sehen uns daher eine der häufigsten Milbenarten beim Hund nun genauer an: Die Ohrmilben.

Häufiges Kratzen am Ohr ist ein Zeichen für Ohrmilben und sollte genauer untersucht werden. © envato elements

Wie erkenne ich Ohrmilben bei Hunden?

Es gibt verschiedene Arten von Milben, die beim Hund vorkommen, dazu zählen neben der Ohrmilbe auch die Herbstgrasmilbe, die Raubmilbe und die allgemeine Grasmilbe. Da sich nur die Ohrmilben im Gehörgang der Tiere ansammelt (daher auch der Name), sind sie recht leicht voneinander zu unterscheiden. Sie kann auch rund um das Ohr herum vorzufinden sein, andere Milben hingegen siedeln sich immer an anderer Stelle am Kopf, am Bauch oder zwischen den Pfoten an.

  • Nicht nur Juckreiz ist ein Anzeichen für den Befall von Ohrmilben beim Hund, sondern auch häufiges Kopfschütteln.
  • Wenn der Hund sich ständig am Ohr kratzt und immer wieder versucht, etwas zu entfernen, handelt es sich wahrscheinlich um Ohrmilben.
  • Ein weiteres Anzeichen sind Verkrustungen.
  • Später kommen noch Entzündungen dazu und es wird ein übelriechendes Sekret Dieses besteht aus Ohrenschmalz, Milbenausscheidungen und dem Entzündungssekret.

Sollte der Befall schon weiter fortgeschritten sein, kann es auch zu Haarausfall oder Entzündungen an Kopf und Stirn kommen.

Ohrmilben nachweisen – das Ausschlussverfahren

Wenn der Verdacht auf Ohrmilben besteht, sollte schnell gehandelt werden. Nicht nur, um dem Hund eine unnötige Quälerei zu ersparen, sondern auch, um die Verbreitung zu unterbinden.

Der Tierarzt kann teilweise die Parasiten schon beim Untersuchen des Ohres sehen. Die Spinnentiere bewegen sich und das ist für die starke Lupe des Veterinärs gut zu erkennen. Die typischen genannten Anzeichen geben oft keinen Zweifel an der Diagnose.

Um wirklich sicherzugehen, entnimmt der Tierarzt eine Probe aus dem Ohr und legt sie unter das Mikroskop. Die Milben und deren Eier sind dabei dann sehr gut zu erkennen. Sie können dann auch einer bestimmten Art von Milben zugeordnet werden.

Falls der Befall mit den Ohrmilben schon weiter fortgeschritten ist, kann es allerdings zu Unklarheiten kommen. Durch die Entzündung und eventuellen Bakterien sind die Milben nicht mehr zu sehen. Trotzdem dürfte einem erfahrenen Tierarzt die Diagnose nicht schwerfallen.

Von einer Selbstdiagnose ist unbedingt abzuraten! Hier kann mehr Schaden als Nutzen hervorgerufen werden. Da die Parasiten sehr klein sind, können sie vom menschlichen Auge fast nicht gesehen werden. Aus diesem Grund ist der Gang zum Tierarzt unerlässlich.

Ist eines der oben beschriebenen Merkmale beim Hund klar zu erkennen, kann ein Wattestäbchen angefeuchtet werden, um vorsichtig durch das Ohr zu streichen. (Nicht in das Innenohr hineinschieben!) Befindet sich etwas darauf, das nicht wie klassisches Ohrenschmalz aussieht, sollte direkt ein Termin beim Tierarzt vereinbart werden.

Ohrmilben bei Hunden behandeln

  • Der Tierarzt wird das entzündete Ohr zuerst einmal gründlich reinigen. Dabei kann er auch feststellen, ob das Trommelfell in Mitleidenschaft gezogen wurde.
  • Es gibt spezielle Mittel gegen diese Form von Milben. Meistens handelt es sich dabei um eine Lösung, die ganz tief in das Ohr gebracht wird. Der Gehörgang eines Hundes ist sehr groß und verschlungen. Die Lösung kann aber dennoch gut in das Ohr geträufelt werden. Der Schmutz weicht auf und wird vom Hund durch das Schütteln nach und nach entfernt.
  • Wenn starker Juckreiz besteht, verschreibt der Veterinär eine Salbe oder Creme, die fast immer Kortison enthält. Das lästige Jucken verschwindet sehr schnell damit.
  • Falls die Entzündung sehr weit fortgeschritten ist, wird noch zusätzlich mit Tabletten Diese sind in der Regel antibakteriell und entzündungshemmend.
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All diese Medikamente dürfen nur nach ärztlicher Verordnung dem Hund verabreicht werden.

Falls im Haushalt noch anderen Tiere wie zum Beispiel Katzen wohnen, ist es unbedingt erforderlich, sie mit zu behandeln. Ohrmilben sind nämlich extrem ansteckend, da sie nicht Wirtsgebunden sind.

Sehr oft werden auch Hausmittel zur Bekämpfung von Ohrmilben angeboten. Von Kokosöl bis zur Zitrone wird von allem geschwärmt. Grundsätzlich ist aber zu sagen, dass die Hausmittel nur dann wirklich helfen können, wenn die Ohrmilben noch nicht allzu stark fortgeschritten sind.

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Ohrmilben bei Hunden vorbeugen

Ein gesundes Immunsystem ist sehr wichtig. Der Hund ist dadurch in der Lage, selbst mit einer Infektion fertig zu werden. Die Ernährung spielt herbei eine wichtige Rolle. Sie sollte ausgewogen und gesund sein. Das schließt den Verzicht auf Trockenfutter genauso ein, wie ein hoher Fleischanteil, der sich insbesondere durch hochwertiges Muskelfleisch definiert. Mindestens 80 %, bestenfalls mehr als 90 % sollte der Fleischanteil in gutem Nassfutter betragen. Alternativ kann der Hund natürlich gebarft werden.

Ein weiterer Punkt ist die regelmäßige Bewegung. Der tägliche Auslauf muss exakt auf die Rasse und seinem Bedürfnis abgestimmt sein. Hinzu kommen Faktoren wie die körperliche Verfassung und das Alter, die maßgeblich Einfluss darauf nehmen, wie viel Bewegung der Hund täglich braucht.

Ein weiterer Punkt ist die Hygiene. Diese betrifft nicht nur den Hund selbst, sondern auch seine Decken oder Kissen. Diese sollten häufig gewaschen werden. Nach jedem Spaziergang wird die Fellnase gründlich abgesucht. Nicht nur dem Milbenbefall kann damit vorgebeugt werden, auch andere Parasiten wie Zecken werden rechtzeitig entfernt. Dadurch wird im Vorfeld vermieden, dass Schäden entstehen.

Bei Hunden mit Hängeohren, wie etwa beim Beagle, sollten regelmäßige Ohrenkontrollen durchgeführt werden. Bei Verschmutzungen sollte sofort reagiert werden. Zum Säubern können entweder sanfte Reinigungsmittel oder eine Kernseifenlauge verwendet werden.

Es gibt noch zusätzliche Hilfsmittel wie Milbenhalsbänder oder sogenannte Spot-ons. Diese haben einen Wirkstoff, der die Schädlinge sofort abtötet. Falls der Hund die aufgetragene Lösung ableckt, kommt es vor, dass er kurzfristig unter starkem Speichelfluss leidet. Andere Nebenwirkungen sind Unruhe oder Zittern. Man sollte daher auf Spot-ons möglichst verzichten, wenn mehr als nur ein Haustier im Haushalt lebt und es sich nicht vermeiden lässt, dass sie sich gegenseitig putzen.

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Auch beim Halsband kann es zu Zwischenfällen kommen, hauptsächlich Rötungen oder Juckreiz. Beides tritt in der Regel an der Stelle auf, an der das Halsband liegt. Teilweise wird geraten, dass bei diesen Kontaktallergien das Halsband kurzfristig entfernt wird.

Fazit

Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen kann es zu einem Befall mit Ohrmilben kommen. Wenn der Hund vermehrt kratzt und ein entzündetes Ohr hat, sollte der Tierarzt aufgesucht werden. Die Diagnose ist für den Veterinär einfach zu stellen und die Behandlung wird umgehend eingeleitet.

Ein wichtiger Punkt ist außerdem noch, wo sich das Tier überhaupt angesteckt hat. Die Behandlung sollte sich außerdem auf weitere Haustiere erstrecken, um eine Übertragung und auch eine Neuinfektion zu verhindern.

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