Spinnmilben bekämpfen – die besten Hausmittel

Wenn es warm und trocken wird und über längere Zeit bleibt, dann ist das das ideale Wetter für Spinnmilben. Sie mögen es heiß und trocken. Wie der Name schon sagt, handelt es sich dabei um Spinnentiere, sie werden aufgrund ihrer Farbe auch „rote Spinne“ genannt.

Sie sind etwa 0,25 bis 0,8 mm groß. Im Haus finden die Spinnentiere vor allem in Herbst und Winter einen schönen warmen trockenen Platz auf den Zimmerpflanzen.

Wie auch von mdr Garten erwähnt, sind die Tiere äußerst hartnäckig. Es braucht daher eine gewisse Konsequenz im Kampf gegen das Ungeziefer.

Wie erkenne ich Spinnmilben?

Spinnmilben sind mit bloßem Auge nicht leicht zu erkennen, trotz ihrer auffälligen Farbe. Das liegt vor allem an ihrer geringen Größe, aber auch, dass sie sich meist auf der Blattunterseite aufhalten. Am Blatt selbst ist aber sehr gut zur erkennen, dass ein Befall vorherrscht.

Die Blätter sind leicht weiß-gesprenkelt und bei stärkerem Befall sind auch kleine Spinnfäden zu erkennen. Wenn der Befall sehr stark ist, dann sterben die Blätter gänzlich ab.

Welche Pflanzen werden häufig von Spinnmilben befallen?

Für Spinnmilben ist jede geschwächte Pflanze ein potenzielles Ziel. Insbesondere in Kulturen im Gewächshaus tritt sie sehr häufig auf und ist ein weit verbreitetes Problem.

Doch auch im Garten findet sie aber auch immer wieder den Weg auf Zier- oder Gemüsepflanzen, wie z.B. Gurken und Rosen. Im Obstbau treibt die Obstbaumspinnmilbe ihr Unwesen und ist dort vor allem auch in Apfel- und Birnbäumen zu finden.

Spinnmilben an Rosen

Rosen in Gewächshäusern sind stark betroffen von Spinnmilben, was nicht bedeutet, dass sie im Garten nicht auch zu finden sind. Die Blätter werden leicht weiß gesprenkelt. Spinnweben befinden sich unter den Blättern und vor allem zwischen den Trieben und Blättern. Bei sehr starkem Befall können auch die Knospen schon eingesponnen sein was dann zu einer reduzierten Blütenentwicklung führt. Die Blätter fallen zudem noch vorzeitig ab.

Spinnmilben im Apfelbaum

Die Obstbaumspinnmilbe im Apfelbaum ist ein gefürchteter Schädling. Hier sind ebenfalls die Blätter bei Befall weiß-gesprenkelt bräunlich und Spinnweben sind zu erkennen. Die Blätter fangen auch an sich zu kräuseln. Das führt im späteren Stadium dann zu vermehrtem Blattabfall und auch das Triebwachstum wird dadurch gehemmt. Selbst die Früchte können Rostflecken bekommen und auch der Blütenansatz im Folgejahr kann deutlich verringert sein.

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Spinnmilben an Zimmerpflanzen

Im Haus finden wir die Spinnmilbe aber vor allem eher im Winter. Das liegt an der trockenen Luft im Zimmer und der Wärme durch die Heizung. Hier sind wieder erste Indizien die gesprenkelten Blätter und Spinnweben in Blattnähe. Bei starkem Befall können die Blätter auch vollständig eintrocknen.

Spinnmilben bekämpfen

Die Bekämpfung der Spinnmilben sollte möglichst sofort erfolgen. Bei zu langem Warten kann sich die Spinnmilbe rasant ausbreiten und einen Großteil der Pflanze schädigen. Wer hierbei nicht zu chemischen Mitteln greifen möchte hat folgende Möglichkeiten zur Bekämpfung:

Nützlinge

Zu den Nützlingen zählen die Raubmilben (Phytoseiulus persimilis und Amblyseius californicus) sowie die räuberische Gallmücke (Feltiella acarisuga). Der Einsatz dieser Nützlinge ist sehr effektiv. Die Nützlinge können in der Regel über den Fachhandel bestellt werden.

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  • Das Ausbringen erfolgt ganz einfach über das Einhängen der Tüte im Pflanzenbestand. Die adulten Tiere verlassen selbständig die Tüte und verteilen sich auf der Pflanze.
  • Der Einsatz kann sowohl vorbeugend, wie auch bei leichtem Befall erfolgen und kann mit anderen biologischen Pflanzenschutzmaßnahmen kombiniert werden. Es handelt sich um ein biologisches Produkt, welches für Menschen, Pflanzen und Wirbeltiere ungefährlich ist.
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Teebaumöl

Teebaumöl sollte mit Wasser vermischt werden, hierbei genügen etwa 20 Tropfen auf einen Liter Wasser. Anschließend wird es in eine Sprühflasche gefüllt, und damit können dann die betroffenen Pflanzen besprüht werden. Der Geruch verstärkt die Wirkung des Öls und ist somit eine gute Möglichkeit der Bekämpfung.

Rapsöl

Auch mit Rapsöl können Spinnmilben bekämpft werden Das Öl verstopft die Atemorgane der Tiere. Hierbei ist das Mischverhältnis etwa 1:4. Hier wird dann ein Liter Wasser mit 250ml Rapsöl gemischt und auch wieder auf die Pflanzen gesprüht.

Vorsicht! Die Pflanzen können allerdings auch Schaden nehmen, da sich durch das Öl die Schutzschicht der Blätter löst. Daher wird empfohlen Öle hauptsächlich abends anzuwenden.

Neem

Neem-Öl ist das nächste Öl in der Liste, welches gut gegen Spinnmilben wirkt. Es wirkt wesentlich stärker als das Rapsöl und ist auch als gebrauchsfertige Spritzmischung zu kaufen. Wenn es selbst gemischt werden soll, genügen ein bis zwei Milliliter Neem Öl auf einen Liter Wasser.

Neempräparate helfen übrigens auch gegen den Buchsbaumzünsler.

Knoblauchsud

Knoblauchsud herzustellen ist etwas aufwändiger aber in seiner Wirkung ebenfalls effektiv und kann auch vorbeugend gut eingesetzt werden. Hierbei wirkt in erster Linie der auch bei uns Menschen unbeliebte Geruch. Dieser Geruch vertreibt die Spinnmilben und auch andere Schädlinge, sodass sie die Pflanze weniger attraktiv finden. Hierfür müssen zwei Knoblauchzehe kleingeschnitten werden und mit einem Liter kochendem Wasser übergossen werden. Anschließend nach dem Abkühlen werden die Knoblauchzehen mit einem Sieb ausgefiltert und der Sud in eine Sprühflasche gefüllt. Die Pflanzen werden dann einfach komplett eingesprüht. Der unangenehme Geruch verschwindet für uns Menschen spätestens am folgenden Tag.

Fazit Spinnmilben

Es gibt viele Mittel, die eingesetzt werden können, um den Befall in Schach zu halten. Die vorgestellten Mittel können auch zur Vorbeugung eingesetzt werden.

Bei einem Befall sollte die Behandlung mit den Mitteln etwa alle drei Tage wiederholt werden, bis die Spinnmilben verschwunden sind. Bei einem kleinen Befall reicht dies meist völlig aus. Das Wichtigste ist aber das regelmäßige Kontrollieren auf einen möglichen Befall, um sofort handeln zu können.

Bild von Markus Distelrath auf Pixabay

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