Nacktschnecken erkennen & bekämpfen

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Während Schnecken mit Haus von vielen Menschen – vor allem auch von Kindern – noch oft als „niedlich“ und „irgendwie interessant“ bezeichnet werden, hält sich die Beliebtheit von Nacktschnecken deutlich in Grenzen. Vielleicht auch deswegen, weil sie im Allgemeinen als gefräßig gelten, glitschig aussehen und dementsprechend nicht mit allzu vielen Sympathiepunkten aufwarten können.

Spannenderweise gibt es auch nicht nur „die EINE Nacktschnecke“. Unterschiedliche Arten sorgen dafür, dass es durchaus schwerfallen kann, hier den Überblick zu bewahren. Eines haben viele von ihnen jedoch gemeinsam: Sie gelten im Allgemeinen als Schädlinge im Garten. Dementsprechend stellen sich viele Hobby- und Profigärtner die Frage, wie sie die Tiere möglichst effektiv bekämpfen können, bevor diese weiteren Schaden, zum Beispiel am Salat, anrichten können.

Die folgenden Abschnitte stellen einige Lösungsansätze vor, die in Bezug auf den Kampf gegen die Nacktschnecke als besonders effektiv gelten.

Welche Nacktschnecken gibt es?

Die Optik einer Nacktschnecke ist selbstverständlich auch von ihrer Art abhängig. Exemplare, die auch hierzulande besonders häufig vertreten sind, sind unter anderem:

  • die Gartenwegschnecke, die bis zu fünf Zentimeter groß wird, als vergleichsweise robust gilt und das ganze Jahr über Eier legt
  • die spanische Wegschnecke, die eine Länge von etwa 15 Zentimetern erreichen kann und jede Nacht etliche Meter auf dem Weg zur nächsten Nahrungsquelle zurücklegt
  • die genetzte Ackerschnecke, die im Vergleich zu anderen Nacktschnecken vergleichsweise hell daherkommt, etwa fünf bis sechs Zentimeter groß wird und zum Überleben ein gewisses Maß an Feuchtigkeit braucht.

Die gute Nachricht ist: Unabhängig davon, welche Art von Nacktschnecke sich in einem Garten niedergelassen hat, helfen meist dieselben vorbeugenden Maßnahmen dabei, um der Situation Herr zu werden. Und weil es ohnehin besser ist, prophylaktisch zu arbeiten als sich im Nachhinein mit einem Nacktschnecken Befall auseinandersetzen zu müssen, erhalten Interessierte im folgenden Abschnitt wertvolle Tipps, dazu, wie es möglich sein kann, Nacktschnecken optimal vorzubeugen.

Nacktschnecken vorbeugen

Vorweg: Hierbei handelt es sich um eine besondere Art von Fleißarbeit, die je nach Genauigkeit, jedoch durchaus effektiv sein kann. Als Grundregel gilt: Wenn keine Eier vorhanden sind, können auch keine Schnecken schlüpfen. Wer sich ein wenig genauer mit dem Lebenszyklus der Nacktschnecken auseinandersetzt, erkennt schnell, dass die Gelege, die überwintern, in der Regel aus mehreren hundert Eiern bestehen. Zur Vorbeugung eines Befalls kann es bereits helfen, seine Beete im Herbst beziehungsweise im Frühjahr durchzuhacken, um besagte Eier absammeln und zerstören zu können. Das Problem: Wer derart grob vorgeht und sein Beet entsprechend bearbeitet, läuft Gefahr, dass er auch andere Bodenbewohner aufschreckt und die allgemeine Zusammensetzung seines Bodens gefährdet.

Die passende Alternative: Beete, in denen sich mit Vorliebe Nacktschnecken niederlassen, nur am frühen Morgen gießen. Auf diese Weise kommen die Schnecken, die vorzugsweise nachtaktiv sind, nicht mehr in den Genuss, die frische Feuchtigkeit zu nutzen, um Nahrung zu suchen. Für die Tiere ist ein möglichst feuchter Boden nämlich unerlässlich, um sich überhaupt entspannt fortbewegen zu können. Gärtner, die dann noch nicht großflächig, sondern nur punktuell gießen, sorgen für kleine, feuchte Inseln, zwischen denen sich die Schnecken nicht oder nur schwer bewegen können.

Wie auch in Bezug auf andere Schädlinge, wie zum Beispiel die weiße Fliege, gilt, dass es zusätzlich von Vorteil ist, natürliche Feinde der Schädlinge im eigenen Garten anzusiedeln. Im Falle der Nacktschnecken bedeutet dies, dass es helfen kann, unter anderem auf den Speiseplan von Igeln, verschiedenen Vogelarten und Mäusen zu setzen. Damit sich diese Tiere auf dem Grundstück wohlfühlen, bietet es sich an, eine Wildwiese zu erschaffen, die weitestgehend sich selbst überlassen und innerhalb kurzer Zeit oft zur Heimat vieler Nützlinge wird.

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Nacktschnecke bekämpfen – was hilft?

Diese Frage stellt sich spätestens dann, wenn sich zeigt, dass es zu spät ist, vorbeugende Maßnahmen zu treffen. Die folgenden vier Optionen gelten unter Hobby- und Profigärtnern als besonders vielversprechend.

Salatring

Salatringe werden unter anderem auch als „Schneckengraben“ bezeichnet. Hierbei handelt es sich tatsächlich um einen Ring, der um Salate, aber selbstverständlich auch um andere Pflanzen herumgelegt werden kann, um dafür zu sorgen, dass es den Nacktschnecken nicht möglich ist, zu ihrem eigentlichen Ziel vorzudringen. Salatringe werden heutzutage in unterschiedlichen Größen von verschiedenen Herstellern angeboten und sind im gut sortierten Gartenfachmarkt erhältlich.

Schneckenkorn

Die Vorteile von giftigem Schneckenkorn sind mit Vorsicht zu genießen. Unter anderem deswegen, weil besagtes Schneckenkorn nicht nur dazu in der Lage ist, Nacktschnecken, sondern auch andere, nützliche Schnecken, wie zum Beispiel die Weinbergschnecke, zu töten. Zudem besteht auch für andere Tiere und sogar für Menschen Vergiftungsgefahr. Wenn Katzen oder Hunde Schneckenkorn fressen, können sie gegebenenfalls sogar sterben. Wie intensiv Schneckenkorn wirkt, zeigt sich unter anderem daran, dass beispielsweise Igel, die eine Schnecke fressen, die Schneckenkorn gefressen hat, oft schmerzvoll verenden. Daher raten viele Experten davon ab, diese Option zur Schneckenbekämpfung einzusetzen.

Salatfalle

Hier ist der Name Programm. Bei einer Salatfalle wird eine Falle aufgebaut, in der Salatblätter dafür sorgen, dass es meist nicht lange dauert, bis sich hier die ersten Nacktschnecken einfinden. Besonders wichtig ist es, beim Bau besagter Falle auf die Details zu achten. Es reicht beispielsweise nicht aus, einfach ein paar Salatblätter im Beet zu verteilen. Wichtig ist es, zusätzlich einen kleinen Unterschlupf, zum Beispiel mit einem angefeuchteten Stofftuch oder Ähnlichem zu schaffen. Die Mischung aus Nahrung und einer vergleichsweise feuchten Umgebung wirkt auf die Schnecken besonders attraktiv. Wenn sie sich hier versammelt haben, können sie problemlos an einem anderen Ort ausgesetzt werden.

Nacktschnecken mit Fadenwürmern bekämpfen

Fadenwürmer gehören zu den natürlichen Feinden der Nacktschnecke und sind im Fachhandel erhältlich. Bei ihnen handelt es sich um besonders kleine Exemplare, die in den Körper der Schnecke eindringen, hier giftige Bakterien abgeben und dann die Tiere von innen auffressen. Bis zum Tod der Nacktschnecke dauert es dann nur einige Tage. Hierbei gilt es jedoch, zu berücksichtigen, dass nicht alle Fadenwürmer dazu in der Lage sind, alle Arten von Nacktschnecken zu töten. Besonders wichtig ist es auch, im Hinterkopf zu behalten, dass Fadenwürmer umgekehrt nicht nur Nacktschnecken, sondern auch andere Schneckenarten befallen können, die möglicherweise nicht zu den Schädlingen im Garten gehören.

Fazit

Auch, wenn sie anfangs gerne unterschätzt werden, gehören Nacktschnecken zu den Schädlingen, die im Garten großen Schaden anrichten können. Mittlerweile gibt es viele Möglichkeiten, die Tiere zu bekämpfen – manche sind tierfreundlicher als andere. Bis zu einem gewissen Grad kann es sich auch lohnen, die Nacktschnecken einzeln abzusammeln. Wenn jedoch eine bestimmte Anzahl an Exemplaren überschritten wurde, zeigt sich, dass dieses Vorgehen sehr frustrierend sein kann.

Wer sich keine Gedanken darüber machen möchte, wie er Nacktschnecken am besten bekämpft, sollte, beispielsweise ebenso wie bei Spinnmilben, frühzeitig an vorbeugende Maßnahmen denken. Wie so oft ist es am nachhaltigsten und tierfreundlichsten, auf den Appetit natürlicher Feinde zu setzen. Reicht dieser nicht aus beziehungsweise lassen diese sich nicht im eigenen Garten nieder, handelt es sich bei Lebendfallen für viele Gärtner um das Mittel der Wahl.

Oft bietet es sich an, die Tiere in einer Entfernung von etwa 80 bis 100 Metern vom heimischen Beet abzusetzen. Ihr Orientierungssinn beziehungsweise Geruchssinn ist nicht so ausgeprägt, als dass sie den Rückweg finden würden.

 

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