Weiße Fliege erkennen & bekämpfen

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Viele Menschen, die ein Gewächshaus ihr Eigen nennen, kennen sie: Die weiße Fliege. Sie ernährt sich vor allem von Gemüsepflanzen (beziehungsweise deren Blättern) und gehört strenggenommen eigentlich nicht zu den Fliegen, sondern vielmehr zu den Mottenschildläusen. Die Schädlinge stammen ursprünglich aus Amerika, wurden aber vor langer Zeit aus Großbritannien eingeschleppt und haben es dann geschafft, sich quasi auf der ganzen Welt zu verbreiten.

Sie fühlen sich, wie eingangs bereits erwähnt, vor allem in Gewächshäusern wohl. Dies bedeutet jedoch nicht, dass Pflanzen unter freiem Himmel davor gefeit wären, irgendwann von weißen Fliegen befallen zu werden. Im Gegenteil! Vor allem dann, wenn sich die entsprechenden Gewächse an vergleichsweise geschützten Orten, wie zum Beispiel auf dem Balkon, befinden, kann es durchaus sein, dass sich eine Schar weißer Fliegen früher oder später auch hierher verirrt.

Diese Schädlinge mögen besonders die etwas höheren Temperaturen. Wenn die Rahmenbedingungen stimmen, gelten sie als vergleichsweise robust und sind dazu in der Lage, über einen langen Zeitraum hinweg zu überleben.

Welche Pflanzen sind häufig von weißen Fliegen betroffen?

Weiße Fliegen sind dazu in der Lage, sich von unterschiedlichen Pflanzen zu ernähren. Besonders wohl scheinen sie sich jedoch auf Gemüsepflanzen, wie zum Beispiel Tomaten, Gurken, Bohnen und anderen Köstlichkeiten zu fühlen. Aber: Auch Zierpflanzen und Unkräuter stehen auf ihrer Essensliste.

Weitestgehend unabhängig davon, für welches Gewächs sie sich entscheiden, gehen sie immer gleich vor. Sie saugen die betreffende Pflanze aus und sind gleichzeitig dazu in der Lage, gefährliche Viren auf sie zu übertragen. Zudem produzieren sie Honigtau, der auf den Blättern abgelegt wird, hier festklebt und das betroffene Gewächs zusätzlich schwächt.

Besonders gefährlich wird es dann, wenn sich, beispielsweise durch die hohe Luftfeuchtigkeit, die im Gewächshaus vorherrscht, unter diesen Umständen ein Pilz bildet. Die Folge sind häufig absterbende Blätter und Störungen des Wachstums. Allein deswegen ist es wichtig, bei einem eventuellen Verdacht auf einen Befall mit der weißen Fliege schnell zu handeln, um Schlimmeres zu verhindern. Ansonsten ist die Gefahr groß, dass sich die Schädlinge innerhalb kurzer Zeit rasch ausbreiten und auch auf andere Pflanzen übergreifen.

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Weiße Fliegen erkennen

Die Läuse sind etwa drei Millimeter groß und verdanken ihren Namen ihrer charakteristischen Optik. Denn: Die kleinen Tiere haben etwa fünf Millimeter große Flügel und werden daher häufig auf den ersten Blick mit kleinen Motten verwechselt. Die weiße Farbe verdanken sie dem Wachsstaub, den sie über ihre Drüsen erzeugen und der sich komplett über den gesamten Körper verteilt. Somit erscheint der komplette Schädling weiß. Charakteristisch ist, dass die Flügel, wenn sie nicht bewegt werden, die Form eines Daches bilden.

Zudem ist es durchaus beeindruckend, wie schnell und wie weit die weißen Fliegen dazu in der Lage sind, zu springen. Sie stehen den – ebenfalls lästigen Erdflöhen – hier in so gut wie nichts nach. Dementsprechend stellt es für sie kein Problem dar, von einer auf die andere Pflanze zu wechseln und sich so nach und nach auszubreiten.

Weiße Fliegen bekämpfen

Im Zusammenhang mit der Bekämpfung der weißen Fliege hat es sich häufig bewährt, auf gelbe, mit Leim behaftete, Tafeln zu setzen. Die gelben Flächen locken die weißen Fliegen an. Wenn diese sich hierauf niedergelassen haben, kleben sie aufgrund der Leimschicht fest und sterben.

Alternativ haben sich in der Vergangenheit auch noch weitere Vorgehensweisen bewährt. Die folgende Auflistung liefert einige Beispiele:

  • Es gibt Präparate, die auf Ölbasis arbeiten und dafür sorgen, dass die Eier, die die weiße Fliege gelegt hat, abgetötet werden. Wichtig ist es selbstverständlich, die jeweiligen Produkte auch dort aufzutragen, wo sich die besagten Eier befinden. Erfahrungsgemäß handelt es sich hierbei meist um die Blattunterseite. In der Regel reicht es jedoch nicht aus, eine einmalige Behandlung durchzuführen. Daher ist es ratsam, im Abstand weniger Tage vorzugehen, um sicherzustellen, dass auch wirklich die komplette Population beseitigt werden kann.
  • Zudem ist es auch möglich, mit den natürlichen Feinden der weißen Fliege zu arbeiten. Hier hat sich der Einsatz von Schlupfwespen bewährt. Besagte Schlupfwespen legen in den Larven der Fliegen ihre eigenen Eier ab. Danach dauert es nicht lange, bis neue Schlupfwespen das Licht der Welt erblicken und sich das Verhältnis zwischen Schädlingen und Nützlingen verändert.
  • Wer möchte, kann auch versuchen, die weiße Fliege mit verschiedenen Pflanzen zu bekämpfen. Denn: Es gibt durchaus einige Gewächse, die die Schädlinge nicht vertragen. Nehmen sie zum Beispiel den Saft von Giftbeeren auf, dauert es nicht lange, bis sie sterben. Wichtig ist es selbstverständlich, die Anzahl der Pflanzen an die Größe des betroffenen Areals anzupassen.

Kann ich Weißen Fliegen vorbeugen?

Glücklicherweise gibt es einige Möglichkeiten, die dabei helfen können, einem Befall mit der weißen Fliege von vornherein vorzubeugen. Vor allem Nützlinge, wie zum Beispiel Spinnen oder Marienkäfer, spielen in diesem Zusammenhang eine besonders wichtige Rolle. Sind sie im Garten vergleichsweise häufig vertreten, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich eine größere Anzahl an weißen Fliegen auf Gemüse- und Zierpflanzen niederlässt, vergleichsweise gering.

Wer dafür sorgen möchte, dass sich besagte Nützlinge auf dem eigenen Grundstück besonders wohlfühlen, sollte gegebenenfalls in eine Wildwiese oder in ein Insektenhotel investieren. Auf diese Weise ist es häufig möglich, ideale Lebensbedingungen für viele nützliche Insekten zu schaffen, die dann von vornherein dafür sorgen können, dass sich die weiße Fliege definitiv nicht wohlfühlt.

Aber: Eine 100%ige Sicherheit gibt es – ebenso wie bei Blattläusen – selbstverständlich nie. Daher sind Hobby- und Profigärtner gut beraten, ihre Pflanzen regelmäßig auf ausgewachsene Fliegen, aber auch auf deren Larven zu kontrollieren, um bei Bedarf schnell reagieren zu können.

Fazit

Im Gegensatz zu vielen verschiedenen Milbenarten ist die Weiße Fliege als Schädling noch vergleichsweise groß… und dementsprechend auch gut zu erkennen. Aufgrund der Tatsache, dass sie sich derart schnell vermehren kann, sollten Hobby- und Profigärtner jedoch nicht allzu lange warten, bis sie reagieren.

Aufgrund der Tatsache, dass die weiße Fliege besonders oft an Gemüsepflanzen und im Gewächshaus auftritt, handelt es sich bei schonenden Gegenmaßnahmen oft um das Mittel der Wahl. Diejenigen, die es geschafft haben, in ihrem Garten viele Nützlinge in Form von Spinnen und Marienkäfern anzusiedeln, profitieren von dem Vorteil, dass sich die weiße Fliege hier ohnehin nicht allzu wohlfühlen dürfte. Denn: Die Gefahr, dass sie gefressen wird, bevor sie ihre Eier ablegen kann, ist dann vergleichsweise hoch.

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